Ausbildungsberufe 2016 Niedersachsen

Auszubildende 2016 Niedersachsen

Dies sind die populärsten Ausbildungsberufe in Niedersachsen. In Niedersachsen entscheiden sich vor allem die Herren für den Beruf des Kfz-Mechatronikers, während für die Frau die Büroleitung an erster Stelle steht. Zu diesem Ergebnis kommt eine am vergangenen Donnerstag vom Statistischen Landesamt (LSN) veröffentlichte Umfrage zu den im Jahr 2017 begonnenen Doppelausbildungen. In Niedersachsen wurden im vergangenen Jahr 54.630 Lehrverträge geschlossen - 429 weniger als 2016, und diese zehn Ausbildungsberufe machen 2017 die Mehrheit der jungen Menschen in Niedersachsen aus.

Die aktuellen Daten zu den Lehrberufen hat das Statistische Bundesamt am vergangenen Donnerstag veröffentlicht. Unter den 34.164 im Jahr 2017 unter Vertrag genommenen Lehrlingen haben sich 2463 (7,2 Prozent) für die Berufsausbildung zum Kfz-Mechatroniker entschieden. Danach folgte die Lehre zum Elektrotechniker (1653) und zum Einzelhandelskaufmann (1440). Im Jahr 1998 (9,8 Prozent) unterzeichneten die 20.466 weiblichen Beschäftigten einen Lehrvertrag als Bürokauffrau, 1590 wollten sie Einzelhandelskauffrau und 1590 Arzthelferin werden.

Die Anzahl der neu abgeschlossenen Verträge ist im vergangenen Jahr deutschlandweit um 1,1 Prozentpunkte auf 515.700 gestiegen, und das Bundesstatistische Amt gab am vergangenen Mittwoch bekannt, dass die meisten Jugendlichen aller Geschlechter einen Kaufmann/eine Kauffrau für den Handel suchen (28.500). Es folgen Office Management (27.900), Kfz-Mechatronik (21.800) und Industriekaufleute (17.700). In Niedersachsen war der Handel auch das wichtigste Bildungsziel insgesamt: 3033 Personen wählten diesen Weg.

In Niedersachsen waren Ende 2017 rund 141.000 Menschen in einer doppelten Berufsausbildung.

Lohnfortzahlung 2016

Für 181 Ausbildungsberufe in Westdeutschland und 151 Ausbildungsberufe in Ostdeutschland hat das BIBB im Jahr 2016 die durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung berechnet. Fazit: In Westdeutschland wurden 2016 im Schnitt 859 EUR pro Person verdient. Das tarifliche Ausbildungsentgelt stieg im Schnitt um 3,2 % an. Im Osten Deutschlands stieg die tarifliche Ausbildungsvergütung um 4,9 Prozentpunkte auf 807 EUR pro Kalendermonat.

Bundesweit betrug der durchschnittliche Tarif im Jahr 2016 854 EUR pro Monat, das sind 3,4 % mehr als im Vorjahr. 89% der Lehrlinge werden in den befragten Ausbildungsberufen ausgelernt. Seit 1976 evaluiert das BIBB zum jeweils aktuellen Zeitpunkt die tariflich vereinbarten Ausbildungsbeihilfen.

Die Höhe der Vergütung ist zwischen den einzelnen Berufsgruppen sehr unterschiedlich. So wurden zum Beispiel in den Berufsgruppen Versicherungs- und Finanzbuchhalter (einheitlich: 1028 Euro), Mechatronik-Ingenieur (gesamt: 1023 Euro, westlich: 1027 Euro, östlich: 1005 Euro) und Medientechniker/Drucker (einheitlich: 963 Euro) hochvergütet. Die Tarifdurchschnitte waren zum Beispiel in den Berufsgruppen des Malers und Lackierers (Uniform: 670 Euro), des Bäckers (Uniform: 618 Euro) und des Floristen (Uniform: 587 Euro) verhältnismäßig gering.

Im Jahr 2016 gab es laut BIBB-Bewertung sowohl über- als auch unterdurchschnittlich hohe Zuwächse in Lehrberufen mit hohem Bewerberdefizit - zum Beispiel in der Lebensmittelbranche, der Gemeinschaftsverpflegung und der Reinigungsbranche: In West- und Ostdeutschland beispielsweise stiegen die tariflich vereinbarten Ausbildungsbeihilfen für Backwaren nur geringfügig um je 3,0 % an. Im Bereich der Restaurant- und Kochberufe hingegen wurde die Vergütung mit 4,1 und 5,6 Prozentpunkten im Westteil deutlicher anheben.

In Ostdeutschland wurde ein deutlicher Zuwachs von 9,0 Prozentpunkten bei den Fachkräften für System-Catering verzeichnet, während in Westdeutschland ein Zuwachs von 4,0 Prozentpunkten zu beobachten war. Nach wie vor bestehen erhebliche Differenzen zwischen den Ausbildungsgebieten in Deutschland: in Deutschland: in Westdeutschland und Ostdeutschland: Überdurchschnittliche Ausbildungsbeihilfen wurden 2016 im öffentlichen Sektor (einheitlich: 929 Euro) und in der Wirtschaft (insgesamt: 921, West: 929, Ost: 858 Euro) erzielt.

Die Vergütung in den Gewerken lag unter dem Durchschnitt (gesamt: 714 EUR, westlich: 719 EUR, östlich: 655 EUR). Download:BIBB-Fachbeitrag: "Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2016: Geringerer Anstieg im Westen, stärkerer Anstieg im Osten des Landes

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