Ausbildung Pflegehelfer

Pflegehelferausbildung

Werden Sie Pflegehelfer oder Krankenschwester? - beruflich Besonders auf dem Markt sind vollqualifizierte Altenpflegerinnen und -pfleger begehrt. Norbert Käppler versuchte sich als professioneller Soldat und als Briefträger. Doch erst jetzt, im Alter von 48 Jahren, sei er eingetroffen, sagt er. Die Kaepplerin bildet sich zur Altenpflegerin aus und könnte damit zu einer Säule der Krankenpflege in Deutschland werden.

Wenigstens spielen die Gewerkschaften und die SPD eine bedeutende Rolle dabei.

In der Koalition haben sich die kuenftigen Mitglieder in dieser Woche darauf verstaendigt, eine Bildungsoffensive fuer Krankenpflegeberufe zu starten. Dazu sollen Pflegehelferinnen und -helfer als Pflegefachkräfte weiter qualifiziert werden, wie es auch in dem Erkundungspapier heißt. Im Rahmen des "Sofortprogramms" zur Besetzung der vielen vakanten Pflegestellen soll die Bildungsoffensive durchgeführt werden. Wer ist z.B. tatsächlich von Pflegehilfskräften gedacht? Pflegehelferinnen und Pflegehelfer sind im Krankenhaus, Altenheim und im Ambulatorium tätig.

Pflegehelferinnen sind jedoch keine geschützten Berufsbezeichnungen. Selbst wenn man sich auf die Seniorenpflege konzentriert, gibt es zahllose Qualifizierungen, die zwar ebenfalls genannt werden, sich aber auf unterschiedliche pflegerische Tätigkeiten vorzubereiten. Beispielsweise ist auch die Ausbildung von Pflegehilfskräften für ältere Menschen nicht durchgängig geregelt: Im Freistaat Bayern und den meisten anderen Ländern wird der Studiengang Altenpflegeassistent genannt und umfasst zwölfmonatige Studienzeiten.

Eine Pflegehelferin hat in Hamburg eine Ausbildung von zwei Jahren absolviert. Beispielsweise ein fünfwöchiger Pflegehelferkurs, der hauptsächlich Pflegeaufgaben wahrnimmt, oder ein zweimonatiger für Pflegekräfte, die den Bewohnern vorlesen und mit ihnen einen Spaziergang machen. Letztendlich werden sie alle unter dem Stichwort "Pflegehelferin" zusammengefasst. Es ist nicht klar, welche Pflegehelferinnen Union und SPD sich weiter qualifizieren wollen.

Sicher ist, was aus der jetzt vorgesehenen Weiterbildung hervorgeht: zertifizierte Spezialisten. Altenpflegerinnen, die drei Jahre lang geschult wurden. Heute ist der Tag, und Norbert Kaeppler ist nach der Wochenendschicht wieder in der Berufsschule. Das sind die 23 Studenten der Familie Bolté. Aber die meisten von ihnen sind wesentlich jüngere Menschen, die erst am Anfang ihrer Karriere stehen.

In den meisten Faellen duerfen Pflegehelferinnen, die eine Ausbildung von mind. 12 Monaten absolviert haben, den Zeitraum verkuerzen, d.h. zwei statt drei Jahre. Sie wären dann Spezialisten, d.h. Krankenschwestern für ältere Menschen, wie es sich die Politiker wünschen. Aber die Weiterqualifikation ist nicht ganz so leicht. "Der Gedanke ist gut", sagt die Stellvertreterin der Leiterin des Ausbildungszentrums für Krankenpflege und Gesundheitswesen, Frau Dr. Stephanie Johann, wo die Ausbildung von Herrn Dr. med. Kaeppler stattfindet.

Doch nicht alle Kinder können oder wollen die Ausbildung zur Altenpflegerin machen. "Manche Studenten wundern sich, warum sie noch zwei Jahre studieren sollten, wenn sie nicht viel mehr Geld bekommen, sondern viel mehr Eigenverantwortung übernehmen", sagt Johnen. "Es gibt auch Kinder mit Zuwanderungsgeschichte. Auch Stefan Görres, Pflegewissenschaftler an der Uni Bremen, fragt, wer die Mitarbeiter weiter qualifizieren soll.

Lediglich eines macht die Nachfrage nach weiterer Qualifizierung deutlich: die Ohnmacht der Politiker. Noch ist Norbert Kaeppler unentschlossen, ob er sich an die beiden Jahre halten soll. Ein Jahr lang musste er sich jedoch mit einem Ausbildungslohn von 800 EUR begnügen.

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