Ausbildung für alle

Bildung für alle

In der Wirtschaft wird ein Fachkräftemangel beklagt, während gleichzeitig Zehntausende Jugendliche ohne Ausbildung sind. Bildung für alle Grundschulen oder Gymnasien? Der Tischlerlehrgang dauert drei Jahre und endet mit der Gesellenprüfung.

"Bildung für alle" benötigt eine pädagogische Diversität

Die Zielsetzung des Postulats "Ausbildung für alle" ist es, allen Jugendlichen durch eine fundierte Ausbildung eine professionelle und gesellschaftliche Eingliederung in die Arbeitswelt zu erleichtern. Es ist die Idee der integrativen Erziehung, allen Menschen Zugriff auf qualitativ hochwertige Erziehung zu geben und sie in die Lage, ihr Potenzial zu entwickeln.

Das " Education for All " der UNESCO ist ein universeller Claim, ungeachtet des Geschlechts, der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen oder der speziellen Lernbedürfnisse einer Person. Welches sind die Maßnahmen, was wurde bisher getan und wo sind weitere Maßnahmen erforderlich, um dieses Ergebnis zu erreichen?

Es wird die Bedeutung des Inklusionskonzeptes für die Unterstützung von Benachteiligten untersucht.

Bildung für alle! Linke Jugend!

So beklagt die Volkswirtschaft einen Mangel an Fachkräften, während zugleich mehrere zehntausend junger Menschen ohne Ausbildung sind. Es ist kein Zufall, dass nicht einmal jeder vierte Betrieb ausbilden wird. Nach Angaben der Agentur für Arbeit kann nicht einmal die Haelfte aller Bewerber eine betriebliche Ausbildung erhalten. Folge: Mehr als eine Millionen junger Menschen sind bereits auf Hartz IV angewiesen und haben wenig Aussicht auf eine berufliche Perspektive, denn wer keine Ausbildung hat, kann dem Wettbewerb auf dem Markt kaum standhalten.

Davon betroffen sind vor allem Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte, die auch bei gleicher Besoldungsgruppe wesentlich bessere Aussichten haben. Dies hat zur Folge: Ihr Risiko der Arbeitslosigkeit ist zweimal so hoch wie das der deutschen Bewerber. Selbst wer einen Ausbildungsstellenplatz bekommen kann, hat keine gesicherte Zukunft. Schließlich haben auch die ausbildenden Betriebe in den vergangenen Jahren ihr Ausbildungsangebot reduziert und stellen immer weniger Auszubildende ein.

Lediglich ein drittel der Auszubildenden hat eine Zukunftsperspektive im Ausbilderbetrieb. Längst ist die Ausbildung nicht mehr der Garant für ein gesichertes Arbeitsverhältnis. Vielmehr kommen die meisten Zeitarbeitsverträge, Teilzeit- oder Zeitarbeitsverträge, schlecht oder unbezahlte Übergangsregelungen oder Arbeitslose hinzu. Aber nicht nur, weil die Aufnahme von Auszubildenden zur Ausnahmesituation wird, sondern auch wegen der fehlenden Ausbildungsqualität.

Zu oft müssen (teilweise unbezahlte) Mehrarbeit und nicht ausbildende Aktivitäten durchgeführt werden, und das Entgelt ist oft viel zu gering. Um die Situation auf dem Bildungsmarkt zu verbessern, setzen wir uns für ein durchsetzbares Recht auf Ausbildung und Beschäftigung ein. Den Jugendlichen darf der Bildungszugang nicht verweigert werden und sie haben daher keine Zukunftsperspektiven.

Zur Verwirklichung dieses Grundrechts ist eine Ausbildungsplatzabgabe unerlässlich. Die nicht ausbildenden und sich ihrer Verpflichtung entziehenden Betrieben sollen bezahlen und mit diesem Betrag neue Ausbildungsstellen und damit neue Zukunftsperspektiven schaffen. Damit soll erreicht werden, dass nicht nur ein Viertel der Ausbildungsbetriebe, sondern wesentlich mehr ausbildungswillige Betrieben unter Zwang stehen und die Bewerber Zugang zu einem wählbaren Ausbildungsangebot haben.

Wir sind auch für eine signifikante Reduzierung der Arbeitszeit. Schließlich sind Massnahmen zur Verbesserung der Qualität der Ausbildung erforderlich, wie die Verstärkung und Ausweitung des Jugendschutzes, der Schutz der Auszubildenden und nicht der Arbeitgeber sowie eine lebenslange Ausbildungsbeihilfe. Lehrstellenmangel und Jugendarmut sind keine kleinen Mängel in einem großen Regelwerk.

Bei einer Volkswirtschaft, die um jeden Preis Milliardengewinne macht, bleiben die meisten Menschen auf der Strecke stehen - was uns Jugendliche besonders betrifft. Aus diesem Grund setzen wir uns für eine völlig andere Lebenswelt ein, in der die Menschen auf dem Spiel stehen und in der sie nicht für die Ökonomie lernen und arbeiten, sondern für sich und ihre Belange.

Schon während des Betriebs kann der Wettstreit um eine lebenswerte Zukunft anlaufen. Sie müssen sich nicht mit unbezahlten Mehrarbeit, Arbeit, die nicht Teil der Ausbildung ist, und anderen Unannehmlichkeiten abfinden.

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