Ausbilder für Flüchtlinge

Trainer für Flüchtlinge

Andere freie Termine: Kostenloser Workshop für Lehrkräfte und Ausbilder (Dauer von 09.00-16.00 Uhr). Bei der Qualifizierung von Asylsuchenden und Flüchtlingen sowie einer dauerhaften Einbindung der Zielgruppen spielen das betriebliche Bildungspersonal und die berufsbildenden Schulen eine wichtige und zusatzqualifizierende Funktion. Durch den IdA Lehr- und Ausbilderworkshop Flüchtlinge gemeinsam ausbilden die vbw und das Bayerische Staatsministerium für Erziehung und Kultus unterstützt die Stiftung die Kompetenzentwicklung von BerufsschullehrerInnen und AusbilderInnen im Bereich des Umgangs mit Jugendlichen mit Flüchtlingshintergrund.

Ausdrücklich ist das Vorhaben auf beide Gruppen ausgerichtet, denn die Kooperation von berufsbildenden Schulen und Unternehmen ist für den Integrationserfolg unverzichtbar. Berufsfachschullehrer und Ausbilder haben einen großen Einfluß auf die Arbeits- und Bildungsprozesse in ihren Rollen und sehen sich bei der Eingliederung von Flüchtlingen vor ähnliche Probleme gestellt.

Die gemeinsamen Workshops bieten Gelegenheit zum Austausch von Erfahrungen und bieten eine Vielzahl von Hinweisen für den kulturübergreifenden Einsatz von Flüchtlingen im Betrieb und in der Berufsfachschule.

Aus Damaskus nach Duisburg

Dabbour und Joseph Ogbonna haben einen Traumjob: den des Malers und Lackierers. Im Handwerkszentrum des Landkreises Duisburg werden die beiden Jugendlichen auf die Berufsausbildung "Berufsorientierung für Flüchtlinge" vorzubereiten. "Dabbour weiss ganz klar, was die kommenden paar Monaten bedeuten werden. Der 21-Jährige erlernt zurzeit die Grundkenntnisse für das Malen und Lackieren im Handwerkszentrum des Landkreises Duisburg.

"Das ist ein schöner Job, den ich genieße", erläutert er seine Entscheidung. Im Rahmen des Programmes "Berufsorientierung für Flüchtlinge" werden bis zu drei Handwerksberufe kennengelernt, um sich für einen Lehrberuf zu qualifizieren. Auch in den Handwerksbetrieben des Ausbildungszentrums hat er sich in den Berufen der Elektro- und Metallverarbeitung versucht, doch am liebsten arbeitet er mit Farben und Pinseln.

Er möchte eine Schulung in diesem Gebiet starten. Aus Syrien kam Mamoun Dabbour 2015 nach Deutschland: "Ich floh mit meinem Brüderchen. "Über die BA gelangte Mamoun Dabbour zum Ausbildungszentrum Duisburg. Zu dieser Zeit lebte er noch in einem Flüchtlingshaus in Münster, Westfalen. Ein Mitarbeiter der Arbeitsagentur machte auf die Möglichkeiten der Vorbereitung auf eine Berufsausbildung durch das Ausbildungsprogramm hin.

Für Mamoun Dabbour war der erste Baustein die Beteiligung an der BA-Maßnahme "Perspektive für junge Flüchtlinge i. Zt. Im Laufe mehrerer Monaten lernt er die verschiedenen Bereiche des Handwerks und die Funktionsweise des deutschen Ausbildungssystems besser kennen. 2. Der Auftakt war für Mamoun Dabbour nicht einfach. "Am Anfang mangelte es an Verlässlichkeit", erzählt Marcel Knape, einer der beiden Sozialerzieher, die sich während der BOF-Maßnahme um die Flüchtlinge kümmerten.

Marcel Knape und sein Kollege Magnus Winkler unterstützen uns sehr viel. "Vor allem beim Wechsel von PerjuF-H zu BOF gehen wir auch mit den Behörden um, um ihnen anschließend in aller Stille zu erklären, was zu tun ist", sagt Marcel Knape. Dies ist für beide Parteien ein wichtiger Faktor, um für den Aufbau von gegenseitigem Respekt zu sorgen", so Magnus Winkler.

Von noch größerer Bedeutung als dieser Arbeitsaspekt ist die allgemeine und berufliche Ausbildung. Sie sind hoch motiviert, sagt Dr. Frank Bruxmeier, Leiter des Ausbildungszentrums. "Das Schulsystem in den Ursprungsländern ist kaum mit unserem zu vergleichen", sagt Dr. Frank Bruxmeier. Dies trifft auch auf Joseph Ogbonna zu. Wenn ich in der Werkstätte arbeite, weiß ich alle technischen Begriffe, die ich für meine Arbeiten benötige", sagt Joseph Ogbonna.

Dies ist auch mit Hilfe von Sprachlehrkräften möglich, die zum Beispiel die arabische Sprache beherrschen und zwischen Trainern und Teilnehmern vermittelt werden können. Auch Joseph Ogbonna hat seine eigenen Vorstellungen, um sein Englisch zu verbessern: "Ich lausche deutschen Liedern oder sehe mir auf YouTube an. "Der Tag für die Beteiligten ist lang. "Aber manche müssen eine Autostunde fahren", fügt sein Mitarbeiter Marcel Knape hinzu.

Eine regelmäßige tägliche Routine ist bei der Praktikumsvorbereitung und Schulung sehr hilfreich, wobei beide Seiten den Schwerpunkt auf eine gemeinsame Arbeit mit den Sozialpädagoginnen legen. Dabbour und Joseph Ogbonna werden vom Fussball beherrscht. "Mit fast 60 Menschen auf dem Fußballfeld muss man für sich selbst schlucken", ist Dr. Frank Bruxmeier begeistert.

Josef Ogbonna vertraut auf Fitnesstraining zu Hause in Moers - Mamoun Dabbour tritt nun in der zweiten Nationalmannschaft von Viktoria Wehofen an und freute sich auf die Liga-Spiele am Sonntag mit seinen Teamkollegen. Um BOF-Teilnehmer und lokale Firmen zusammenzuführen, stehen die Sozialpädagoginnen und -pädagogen in einem engen Dialog mit den Handwerksunternehmen. Allerdings, so Marcel Knape, wären sich nicht alle der vielen zusätzlichen Unterstützungsmöglichkeiten und -angebote bewusst.

Zum Beispiel eine geförderte Weiterbildung, eine Erstqualifizierung oder ein Berufspraktikum. Den Ausbildern ist bewusst, dass die Flüchtlinge hoch-motiviert sind und eine eigene Existenzberechtigung anstreben. "Das Ausbildungszentrum in Duisburg kann auf eine lange Berufserfahrung im Umgang mit Migranten zurückblicken. Viele Trainer selbst haben einen Wanderungshintergrund.

"Wir bereiten die Teilnehmenden auf den ersten Schulungsmarkt vor. Und wenn uns das gelingen sollte, haben wir die Spezialisten, die wir seit Jahren suchen", ist sich Dr. Frank Bruxmeier ganz gewiss. Zugleich mahnt die Expertin vor Kurzzeiterwartungen: "Die Flüchtlinge müssen mehr Zeit haben, um auf dem heimischen Markt durchzustarten.

"Dr. Frank Bruxmeier unterstreicht, dass die Eingliederung in den Arbeitmarkt nur in enger Kooperation aller involvierten Einrichtungen gelingt. Die Bildungsstätte arbeitet mit verschiedenen Flüchtlingshilfswerken in der Region zusammen, wie dem "Bunten Tisch" in Moers oder der Caritas in der Region St. Gallen. Ebenso intensiv ist die Kooperation mit der Agentur für Arbeit. Denn die Zeit drängt.

In einem lebhaften Erfahrungsaustausch stehen wir uns zur Seite ", beschreibt Dr. Frank Brüxmeier und macht deutlich: "Wir benötigen ein starkes und ständiges Feedback mit den Behörden, Arbeitsämtern und Flüchtlingshilfswerken. "Während Dr. Frank Brüxmeier in grösseren Kontexten nachdenkt, haben Joseph Ogbonna, Mamoun Dabbour und die anderen Teilnehmer des Programmes kurzfristige Absichten.

Bei den beiden Jugendlichen ist der erste Teil ein einmonatiges Berufspraktikum. Wenn alles gut geht, können die beiden ihre Schulung auch später im Unternehmen absolvieren. "Wer jemandem hilft und einen großen Sprung nach vorn gemacht hat, geht am Abend mit einem schönen Gefühl heim ", resümiert Magnus Winkler seine Arbeiten im Handwerkszentrum des Landkreises Duisburg.

Sein Mitarbeiter Marcel Knape ergänzt: "Die Anerkennung für ein Praktikum oder einen Lehrvertrag ist sehr groß. Bisher (Stand: 04.2017) haben elf Jugendliche das Ausbildungsprogramm "Berufsorientierung für Flüchtlinge" im Handwerkszentrum Duisburg absolviert. Manche von ihnen befinden sich bereits in der handwerklichen Berufsausbildung, andere haben die Perspektive auf einen Ausbildungsplatz, während einige der Hochschulabsolventen eine Umschulung, Sprachkurse und andere Projekte durchlaufen.

In der Mitte befinden sich 33 weitere Flüchtlinge, darunter Mamoun Dabbour und Joseph Ogbonna.

Auch interessant

Mehr zum Thema