Arbeitsrecht Urlaub

Feiertage im Arbeitsrecht

Grundsätzlich hat jeder Mitarbeiter Anspruch auf bezahlten Urlaub, z.B. auch.

Beurlaubung - Urlaubsanspruch im Arbeitsrecht

Das Urlaubsrecht der Mitarbeiter ist im Bundesferiengesetz (BUrlG) festgelegt. Nach § 1 BUrlG hat jeder Mitarbeiter in jedem Geschäftsjahr ein Urlaubsgeld. Mitarbeiter im Sinn des Rechts sind sowohl Beschäftigte und Festangestellte als auch Auszubildende. Die Urlaubszeit betrÃ?gt 24 Arbeitstage im Jahr, § 3 BUrlG. Wenn die Woche weniger als 6 Tage dauert, muss der Urlaub verkürzt werden.

Erstmals wird der vollständige Ferienanspruch nach sechs Monaten Beschäftigung gemäß 4 BUrlG erreicht. Für jeden vollendeten Kalendermonat des Beschäftigungsverhältnisses kann jedoch ein Anspruch auf teilweisen Urlaub in Höhe von einem zwölften Teil des Jahresurlaubes geltend gemacht werden, 5 Abs. IaBG. Beispiel: Das Beschäftigungsverhältnis eines Mitarbeiters startet am Anfang des Monats Januar - März (Vollzeit mit einer 40-Stunden-Woche, die sich über fünf Tage erstreckt, Montag - Freitag).

Der Mitarbeiter möchte im Laufe des Monats Urlaub machen. Diese wird pro angefangenem Kalendermonat des vorhandenen Beschäftigungsverhältnisses wie nachfolgend beschrieben berechnet: Bei 20 (Urlaubstagen): 12 (Monate) = 1,66 Ferientage pro Kalendermonat. Die Urlaubszeit muss unter Berücksichtigung der Ferienwünsche des Mitarbeiters festgelegt werden. Nur bei dringenden betrieblichen Belangen oder Urlaubswünschen anderer Mitarbeiter, die aus sozialer Sicht Priorität haben, kann der Dienstgeber die Beurlaubung abweisen.

Die Beurlaubung muss auch dann gewährt werden, wenn der Mitarbeiter dies nach einer ärztlichen Vorsorgemaßnahme oder Rehabilitationsmaßnahme beantragt. Außerdem muss der Urlaub in kohärenter Weise gewährt werden, es sei denn, zwingende operative oder personelle Ursachen machen es unumgänglich, den Urlaub zu teilen.

Wenn jedoch der Dienstgeber den Urlaub genehmigt und den Dienstnehmer informiert hat, ist eine vorzeitige Kündigung nicht mehr möglich. Urlaub muss im aktuellen Jahr erteilt und in Anspruch genommen werden. Der Urlaub kann nur dann auf das folgende Jahr übertragen werden, wenn zwingende betriebsbedingte oder in der Persönlichkeit des Mitarbeiters liegen.

Bei einer Versetzung muss der Urlaub in den ersten drei Kalendermonaten des Folgejahres zuerkannt werden. Wenn der Urlaub wegen Kündigung ganz oder zum Teil nicht mehr bewilligt werden kann, muss er abgegolten werden. Das heißt, der Mitarbeiter hat für den Urlaub ein Anrecht auf eine Entschädigung, wenn er wegen Kündigung nicht mehr in Anspruch genommen werden kann.

Der Urlaub kann jedoch nicht abgegolten werden, wenn der Mitarbeiter am Ende des Beschäftigungsverhältnisses einer Abfindungsklausel zugestimmt hat. Erwerbsarbeit im Urlaub? Gemäß 8 BUrlG darf der Mitarbeiter während des Ferienaufenthaltes keine dem Zweck des Urlaubes zuwiderlaufende und der Genesung entgegenstehende erwerbstätige Tätigkeit ausüben. Deshalb sind nebenberufliche Tätigkeiten während der Ferien in der Regel unterlassen.

Wird ein Mitarbeiter während des Urlaubes krank, werden die durch ein Tauglichkeitszeugnis belegten Arbeitsunfähigkeitstage für den Urlaub nicht berücksichtigt. Daher muss der Resturlaub oder teilweiser Urlaub erneut gewährt werden. Besonders hervorzuheben ist, dass die Krankheit während des Urlaubes durch eine Erwerbsunfähigkeitsbescheinigung des Arztes belegt wird und die Erwerbsunfähigkeit dem Auftraggeber sofort mitteilt.

Die Urlaubsvergütung muss vor Urlaubsbeginn gezahlt werden. Das Urlaubsgeld nach 11 BUrlG richtet sich nach dem Durchschnitt der Arbeitsverdienste, die der Mitarbeiter in den 13 Kalenderwochen vor Urlaubsantritt hatte. Für nicht nur vorübergehende Verdienststeigerungen, die während des Berechnungszeitraumes oder während des Urlaubes auftreten, wird von der Verdienststeigerung ausgegangen.

Verdienstminderungen aufgrund von Kurz-, Arbeitsausfall oder unverschuldetem Arbeitsausfall werden jedoch bei der Ermittlung des Urlaubsgeldes während des Berechnungszeitraums nicht berücksichtigt. Sacheinlagen, die während des Urlaubes nicht mehr gezahlt werden, müssen für die Zeit des Urlaubes in Bargeld ausgezahlt werden.

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