Arbeitslos Ausland

Im Ausland arbeitslos

Haben Sie im Ausland gearbeitet und möchten in Deutschland Arbeitslosengeld beziehen? Leistungen bei Arbeitslosigkeit, wo Sie gearbeitet haben; Arbeitssuche im Ausland möglich. Ist die Sperrfrist im Ausland wirklich abgelaufen? Ist es Arbeitslosen erlaubt, im Ausland Urlaub zu machen?

Sie erhalten Arbeitslosengeld aus Deutschland, nachdem sie als "echter" Grenzgänger beschäftigt waren.

Im Überblick: Arbeitslosenunterstützung in anderen EU-Ländern

Gemäß den Prinzipien des Sozialversicherungsrechts der EU ist ein Mitarbeiter in dem Staat, in dem er tätig ist, beitragspflichtig. Wenn zum Beispiel ein Spanier in Deutschland arbeitslos wird, hat er die selben Rechte und Anwartschaften auf Arbeitslosengeld wie sein deutsches Gegenüber. Man kann ihn auch nicht auffordern, das ganze Gebiet wegen mangelnder Arbeit zu verlässt.

Dabei ist es von Bedeutung, dass der Anspruch auf Leistung nur in dem Staat entsteht, in dem Sie das letzte Mal sozialversichert waren. Es ist daher ein schwerer Irrtum, bei Auslandsarbeitslosigkeit rasch in sein Heimatland zurückzukehren, in der Erwartung, hier eine Leistung zu bekommen, weil man dort früher einmal abgesichert war. Dieser unvorsichtige Umzug kann zum Verlust von Versicherungsleistungen in dem Staat führen, in dem Sie das letzte Mal versicherte Personen waren.

Die Arbeitslosen können unter gewissen Bedingungen weiterhin Arbeitslosengeld für eine Arbeitssuche in einem anderen EU-Land beziehen. Um die Arbeitssuche im Ausland nicht zu einem Urlaubsaufenthalt zu machen, wurden eine Anzahl von Regelungen für den Erhalt von Arbeitslosengeld im Ausland aufgesetzt. Um im EU-Ausland arbeiten zu können, muss man in Deutschland zumindest vier Wochen arbeitslos gewesen sein und dem verantwortlichen Arbeitsvermittlungsamt zur Stelle gewesen sein.

Während dieser Zeit sollte sich der Erwerbslose an sein Arbeitsämter wenden und dort sein "Projekt" erörtern. Daraufhin stellt ihm das Bundesarbeitsamt das Formblatt "E 303" aus, das er der Arbeitsagentur des Aufnahmemitgliedstaates, in dem er eine Stelle sucht, innerhalb von sieben Tagen nach seiner Entlassung einreicht.

Die Arbeitslosenunterstützung wird dann vom Arbeitsämter dieses Staates während der Stellensuche an den Betreffenden ausgezahlt. Sie ist nur eine "Zahlstelle": Der Arbeitssuchende hat nur Forderungen gegen die Arbeitsvermittlung. Nach wie vor bekommt er sein Bargeld nach den in Deutschland geltenden Vorschriften und Tarifen. In anderen EU-Ländern wird die Stellensuche für maximal drei Monaten gefördert.

Konkret: Ein Arbeitsuchender muss sich vor Ende dieser drei Monaten bei seinem zuständigen Bundesarbeitsamt melden. Dieser Termin muss strikt beachtet werden, da sonst alle Ansprüche auf Leistungen in Deutschland entfallen können. Abweichende Termine sind nur in Abstimmung mit dem Arbeitsämter möglich! Ein dreimonatiger Arbeitsaufenthalt im Ausland ist nach EU-Recht nur einmal während einer Zeit der Erwerbslosigkeit möglich.

Wenn die Stellensuche in Frankreich nicht erfolgreich war, kann sie in Großbritannien nicht fortgesetzt werden. Man muss stattdessen zuvor wieder in Deutschland sozialversichert sein.

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