Arbeitnehmerrechte

Arbeitnehmerrechte

Im Arbeitsvertrag sind die Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern und Arbeitgebern geregelt. "So etwas gibt es bei uns nicht" ist oft die Standardantwort, wenn Arbeitnehmer Rechte einfordern. Was sind die Rechte der Mitarbeiter und was müssen sie beachten? Zahlreiche übersetzte Beispielsätze mit "Arbeitnehmerrechten" - Englisch-Deutsches Wörterbuch und Suchmaschine für Millionen von englischen Übersetzungen. Das Arbeitsrecht für Arbeitnehmer: Rechte und Pflichten.

die Sie ohnehin wissen sollten

Die Kenntnis Ihrer Rechte als Mitarbeiter ist uns ein wichtiges Anliegen. Mit Begeisterung marschieren Sie in das neue Unternehmen ein und gehen mit Begeisterung an die Sache. Es ist sehr hilfreich, Ihre Rechte als Mitarbeiter zu wissen. Unfassbar, aber wahr: Viele Mitarbeiter in Deutschland haben keinen schriftlich fixierten Anstellungsvertrag. Dies ist grundsätzlich kein Hindernis, da die Errichtung eines Beschäftigungsverhältnisses, wie alle Arbeitsverträge, nicht der Textform unterliegt (BGBl. I S. 1348, 1355).

Es gibt jedoch Probleme, wenn es während des Beschäftigungsverhältnisses Meinungsverschiedenheiten zwischen Ihnen und dem Chef gibt. Wenn das Versprechen oral gegeben wurde, wird es für Sie schwierig sein, diese Behauptung zu erproben. Jeder Dienstgeber ist dazu angehalten, dem Dienstnehmer innerhalb eines Monats nach Arbeitsantritt ein unterschriebenes Protokoll über alle wichtigen vertraglichen Bedingungen auszuhändigen.

In dem Dokument sollen folgende Fragen geklärt werden: "Wer ist mein Auftraggeber, was ist mein Lohn und wie lange ist mein Anstellungsvertrag gültig", so Thomas Faulstroh, Jurymitglied am Landesarbeitsgericht Ludwigshafen am Rhein. Andere wesentliche Aspekte sind der Arbeitsort, eine Tätigkeitsbeschreibung, Arbeitszeiten, Urlaubszeiten, Fristen sowie Verweise auf gültige Kollektiv- und Arbeitsverträge.

Auch nach der Arbeit oder im Ferienaufenthalt führen viele Mitarbeiter geschäftliche Gespräche. Weil Ihre Privatnummer, ob mobil oder fest, exakt das ist: persönlich. "Die Adresse ist eine der personenbezogenen Daten, die ein Unternehmer im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis erfassen, aufbewahren und bearbeiten darf", sagt Christian Storr, Berater beim Datenschutzbeauftragten des Landes Baden-Württemberg.

"Storr verdeutlicht, was ein Unternehmer beachten muss". Das Gleiche trifft auf Ihre E-Mail-Adresse zu. Auch nach dem Arbeitsstundengesetz hat der Unternehmer keinen Anspruch auf ständige Verfügbarkeit: "Für die Beschäftigten besteht prinzipiell eine Obergrenze von 8 Stunden pro Arbeitstag", sagt Jens Pfanne, Justiziar beim DGB.

"Wenn der Arbeitnehmer seine vertraglichen Verpflichtungen gegenüber dem Auftraggeber in diesem Ausmaß eingehalten hat, ist seine Zeit um. Falls im Arbeits- oder Betriebsvertrag keine weitere Einigung getroffen wurde, können Sie Ihr Mobiltelefon ausschalten, sobald Sie das Amt verlassen. "Dies kann beispielsweise in der Krankenpflege, in Kliniken oder bei Technikdienstleistern berücksichtigt werden", sagt Arbeitsrechtler Jens Pfanne.

Dabei kann der Auftraggeber im einzelnen auch die persönliche Rufnummer oder E-Mail-Adresse anfordern, ergänzend dazu Datenschutzbeauftragter Christian Storr. "Dies würde zu einer Verschlechterung der Freizeitwahrnehmung und des Urlaubsverhaltens des Mitarbeiters führen", sagt Datenschutzbeauftragter Christian Storr. Außerdem: "Die Bearbeitung von Geschäfts-E-Mails oder das telefonische Gespräch mit unseren Kundinnen und Kunden dienen auch den Interessen des Arbeitsgebers und sind somit Arbeit", sagt DGB-Rechtsberater Jens Pfanne.

Diejenigen, die sich trotzdem dazu bewegen lassen, geschäftliche E-Mails nach der Arbeit oder im Ferienaufenthalt zu verarbeiten, müssen mit einer Überstundenvergütung oder einer Freizeitvergütung belohnt werden. Gleiches trifft auf die Adresse des Hotels im Resort zu wie auf die Handynummer: Sie können sie für sich allein haben. Sie sind nicht dazu gezwungen, Ihrem Chef zu sagen, wie er Sie im Hotel erreicht.

"Der Verwendungszweck des Urlaubes liegt ganz bei ihm. Die Arbeitgeberin hat keinen Rechtsanspruch auf Auskunft über den derzeitigen Wohnort während des Urlaubs", sagt DGB-Rechtsanwalt Jens Pfanne. So müssen Sie nicht garantieren, dass Sie auch im Sommer gut zu erreichen sind. "Stattdessen muss der Unternehmer durch innerbetriebliche Vertretungsregeln sicherstellen, dass während des Urlaubes nicht auf den Mitarbeiter zurückgegriffen werden muss", so Pfanne.

Die Unternehmen recherchieren im Netz speziell nach Bewerberinformationen. Weil "die betreffende Persönlichkeit gerade dort ihr eigenes Firmenprofil publiziert, damit potenzielle Unternehmer sie auffinden können", sagt Datenschutzbeauftragter Christian Storr. Bei Instagram und Co. ist die Situation anders: "Arbeitgeberforschung in Social Networks wie z. B. Google+, Google oder Zwitschern ist nicht erlaubt.

"Denn: Die Internetrecherche darf die Grenze des Fragerechts des Arbeitgebers (z.B. bei Vorstellungsgesprächen) nicht übersteigen. Unternehmer dürfen nicht schon jetzt im Netz schnüffeln, da persönliche Angaben immer nur unmittelbar erfasst werden dürfen ( 4 Abs. 2 S. 1 BDSG). Eine seiner Aufgaben ist es, "von diffamierenden oder diffamierenden oder gar unwahren Aussagen über den Auftraggeber in der öffentlichkeit Abstand zu nehmen", sagt Storr.

Sie arbeiten zur Finanzierung Ihres Studiums oder haben eine Teilzeitbeschäftigung auf 450 Euro-Basis? Die Tatsache, dass Sie auf einer so genannten Niedriglohnbasis beschäftigt sind, heißt nicht, dass Ihr Dienstgeber Ihnen während Ihres Urlaubes oder an Krankentagen keinen Arbeitslohn zahlt. Schließlich hat jeder Mitarbeiter ein Anrecht auf bezahlte Urlaubstage. "Mini-Jobs sind ein reines Sozialversicherungsproblem", sagt Arbeitsgericht Thomas Faulstroh.

"Sonst ist es ein Beschäftigungsverhältnis wie jedes andere", unterstreicht er. "Auch wenn Sie nur drei Arbeitsstunden pro Tag arbeiten, haben Sie das Recht, für diese drei Arbeitsstunden auch in den Ferien oder im Krankheitsfall entlohnt zu werden. Häufig regelt der Anstellungsvertrag nur den Typ und den Leistungsumfang. Ein genaues Anforderungsprofil mit allen Details der auszuführenden Arbeiten gibt es in vielen Unternehmen nicht.

In Ausübung seines Führungsrechts ( 106 Gewerbeordnung) kann der Unternehmer Ihnen jederzeit gewisse Tätigkeiten übertragen oder abtrennen. "Allerdings darf der Auftraggeber dem Mitarbeiter keine Tätigkeiten mit niedrigerem Entgelt zuweisen", sagt Richter Thomas Faulstroh. Auch wenn die frühere Entlohnung weiter gezahlt wird. Arbeitsrechtler Jens Pfanne rät, "die Aufgabe des Mitarbeiters so präzise wie möglich in den Anstellungsvertrag aufzunehmen".

Fordert der Vorgesetzte von Ihnen über die vertragliche Leistung hinausgehende Vorteile, "sollte der Unternehmer auf die Arbeitsschutzbestimmungen aufmerksam gemacht werden", sagt DGB-Experte Jens Pfanne. In Ausnahmefällen kann die Arbeitszeiten auf 10 Std. pro Tag verlängert werden. "Allerdings dürfen in einem solchen Falle innerhalb von 6 Wochen durchschnittlich 8 Std. nicht übertroffen werden", sagt Pfanne.

Zusätzlich hat jeder Mitarbeiter Anspruch auf eine gesetzlich vorgeschriebene Mindestruhezeit von 11 Std. bis zum Wiedereinsatz. Gleiches trifft zu, wenn im Anstellungsvertrag eine bestimmte Zahl von Mehrarbeitsstunden vereinbart ist. "Daher hängt es vom jeweiligen Fall ab, ob der Antrag des Auftraggebers gerechtfertigt ist", sagt Pfanne. Praktisch ist es schwierig, sich gegen zu viel Aufwand zu verteidigen, gesteht der Arbeitsanwalt.

Ruft Ihr Auftraggeber Sie zu einem persönlichen Gespräch an, gibt es zwei Bedingungen: Das muss einen faktischen Hintergrund haben und er darf nur über den Inhalt Ihrer vorhandenen Beschäftigungsverhältnisse reden. Hierzu zählen unter anderem Arbeitszeiten, Arbeitsplatz, Tätigkeit, Entlohnung, Ordnung und Verhaltensweisen im Unternehmen. Eine Verpflichtung zur persönlichen Anhörung gibt es daher nicht, "wenn der Unternehmer über etwas anderes reden will - vor allem über die Veränderung oder gar Kündigung des vorliegenden Vertrages", sagt Arbeitsgericht Thomas Faulstroh und bezieht sich auf eine Verfügung des Bundesarbeitsgerichts (BAG 23.6. 2009 - 2 AZR 606/08).

Man sollte auf keinen Fall unterschreiben: "Als Angestellter sollte man den Druckkugelschreiber während eines Beschäftigungsverhältnisses nur einmal benutzen - bei der Unterzeichnung des Arbeitsvertrags", sagt Faulstroh. Übrigens darf der Vorgesetzte in der freien Zeit oder bei Krankheiten kein persönliches Gespräch führen - und schon gar nicht wegen eines solchen Interviews.

Weil nicht jedes persönliche Gespräch obligatorisch ist, haben Sie natürlich das Recht, im Voraus zu wissen, worum es bei Ihrem Auftraggeber geht. "Es gibt viele Vorgehensweisen, bei denen sich Mitarbeiter gegen Warnungen wehren", sagt Arbeitsgericht Thomas Faulstroh. "Als Mitarbeiter hat man das Recht auf Erwiderung, die dann auch in der Mitarbeiterakte abgelegt werden muss.

Eine Klage dagegen bringt in der Regel "Stress in das Arbeitsverhältnis", sagt er. Wenn Sie während der Bewährungszeit, d.h. während der ersten sechs Monaten eines Beschäftigungsverhältnisses, entlassen werden, brauchen Sie keinen Anreiz. Dennoch müssen auch bei der Beendigung einer Bewährungszeit bestimmte Regeln beachtet werden: "Wenn ein solcher Anlass gegeben würde, wäre die Beendigung anfechtbar", sagt DGB-Arbeitsanwalt Jens Pfanne.

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