Angemessene Ausbildungsvergütung

Entsprechende Ausbildungsvergütung

Entsprechende Ausbildungsvergütung - wann muss zusätzlich bezahlt werden? Ist Ihr Unternehmen nicht an einen Tarifvertrag gebunden, müssen Sie Ihrem Auszubildenden lediglich eine "angemessene Vergütung" zahlen. "Der Auszubildende erhält eine angemessene Vergütung.

Ausreichende Ausbildungsvergütung und Zuzahlung

Die Forderung nach zusätzlichen Ausbildungsvergütungen kann den Unternehmer viel Geld kosten. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat mit Beschluss vom 28. Mai 2015 einem Praktikanten eine Ausbildungsvergütung in Höhe von 21.678,02 EUR gewährt, da er nur rund 55 % der tarifvertraglich vereinbarten Ausbildungsvergütung erhielt. Der folgende Blog-Artikel zum Thema Arbeitsgesetz erklärt, worauf die Betriebe achten sollten und wann Praktikanten eine zusätzliche Entlohnung verlangen können, wenn die vereinbarten Ausbildungsvergütungen zu niedrig sind.

Grundlagen: Die Ausbildungsvergütung ist ein Kostenbeitrag für den Praktikanten und hat auch die Aufgabe eines Taschengeldes. Es ist beabsichtigt, den Praktikanten bei der Ausführung seiner Lehre finanziell zu unterstützen. Sie ist nur eine sekundäre Form der Honorierung der geleisteten Arbeiten. Deshalb müssen viele der arbeitsrechtlichen Regelungen über Löhne und Gehälter nicht notwendigerweise auch für die Bezahlung der Praktikanten zutreffen.

Die Ausbildungsvergütung muss jedoch immer "angemessen" sein. Bei unangemessener Bezahlung besteht die Gefahr hoher Zuzahlungen, wenn Praktikanten vor dem arbeitsgerichtliche Gericht Klage auf Zuzahlung erheben. Aktuelle Beurteilung der nachträglichen Zahlung von Ausbildungsvergütungen: Ein nicht gewinnorientierter Verband zur Unterstützung einer qualifizierte Ausbildung hatte seinem Auszubildenden während der dreieinhalb jährigen Ausbildung eine Ausbildungsvergütung in der Größenordnung von 55 Prozent des in der Metall- und Elektrobranche üblicherweise gezahlten Tariflohnes gezahlt.

Die Auszubildende hat in allen Fällen bis zum BAG eine Zuzahlung der Ausbildungsvergütung durchgesetzt. Das BAG hat auch die Meinung der unteren Gerichte bestätigt und dem Praktikanten eine Zuzahlung von 21'678.02 zugesprochen (BAG-Beschluss vom 29. 4. 2015, Rdnr. 9 AZR 108/14).

Auch wenn es im Einzelnen aufgrund besonderer Gegebenheiten möglich sein kann, die übliche Ausgleichsvergütung deutlich zu unterschreiten, müssen diese Besonderheiten vom ausbildenden Unternehmen hinreichend begründet werden. Wird nicht erklärt, warum es erforderlich ist, das vergleichbare Tarifentgelt deutlich zu unterschreiten, wird davon ausgegangen, dass die Ausbildungsvergütung als unangebracht anzusehen ist. Ausreichende Ausbildungsvergütung: Gemäß 17 Abs. 1 BBiG hat der Auszubildende dem Praktikanten eine angemessene Ausbildungsvergütung zu zahlen, die sich zumindest einmal im Jahr erhöht.

Der Gesetzgeber reguliert nicht ausdrücklich, was angebracht ist. Dies hängt von der allgemeinen Sichtweise des Verkehrs ab, die als zweckmäßig erachtet wird. Wichtigster Bezugspunkt ist die Ausbildungsvergütung in den einschlägigen Kollektivverträgen. Auch nicht tarifgebundene Betriebe müssen sich also an den tariflichen Regelungen der einzelnen Branchen orientieren.

Liegt die Ausbildungsvergütung um mehr als 20 Prozent unter der tariflich vereinbarten Leistung, wird aus rechtlicher Sicht in der Regel davon ausgegangen, dass die Leistung unverhältnismäßig gering ist. Das Ausbildungsunternehmen kann diese Annahme widerlegen. Versäumnis der tarifvertraglichen Ausbildungsvergütung: In einzelnen Fällen kann die Ausbildungsvergütung um mehr als 20 Prozent unter der tarifvertraglichen Ausbildungsvergütung liegen, wenn spezielle Gegebenheiten dies erfordern.

Dies ist der Fall, wenn der Verband ausschliesslich dazu da ist, weitere Ausbildungsstellen zu bilden, um jungen Menschen die Gelegenheit zu geben, eine Berufsausbildung zu machen. Sollte der Praktikant sonst keine Gelegenheit haben, eine fundierte Berufsausbildung zu machen, ist es auch erlaubt, die oben angeführten Vergleichsgrößen deutlich zu unterschreiten. Im obigen Beispiel ist von entscheidender Wichtigkeit, dass die durch Spenden finanzierten Lehrverhältnisse dazu dienen sollen, zusätzlichen Ausbildungsplatz zu schaffen, um sonst erwerbslosen jungen Menschen die Gelegenheit zu geben, einen anerkanntermaßen qualifizierten Lehrberuf zu erwerben.

Nützliche Hinweise zur Ausbildungsvergütung: Die Ausbildungsvergütung wird monatsweise ausgezahlt und muss mindestens am Monatsletzten Werktag ausgezahlt werden, siehe § 18 BBiG. Prinzipiell kann die zugesagte Ausbildungsvergütung auch in Form von Sachleistungen bis maximal 75 Prozent des Bruttogehaltes ausbezahlt werden. Wird der Praktikant über die festgelegte reguläre Ausbildungsdauer hinaus angestellt, muss dies in angemessener freier Zeit vergütet oder vergütet werden.

Soziale Abgaben sind für den Praktikanten nur dann zu entrichten, wenn die Ausbildungsvergütung 325 Euro überschreitet. Auf unverheiratete Auszubildende wird erst ab einem monatlichen Beitrag von über 907,00 Euro Lohnabgabe berechnet. Inhaltsangabe: Ausbildungsvergütung ist eine Finanzhilfe zur Deckung der Kosten für den Lebensunterhalt während der Ausbildung. Der Ausbildungszuschuss muss alljährlich erhöht werden und ausreichen.

Tarifpflichtige Lehrbetriebe bezahlen die Ausbildungsvergütung nach dem jeweiligen Kollektivvertrag. Für nicht tariflich gebundene Betriebe wird eine unangemessene Entlohnung angenommen, wenn die Ausbildungsvergütung um mehr als 20 Prozent unter der tariflich vereinbarten Entlohnung liegen sollte. Die Ausbildungsvergütung kann bei besonderen Umständen um mehr als 20 Prozent unter dem Tarif liegen. Die weiteren besonderen Merkmale der Ausbildungsvergütung sind hier zu sehen.

Unterstützung bei Arbeitsrechtsfragen: Besondere Bestimmungen des Arbeitsrechts finden insbesondere bei der Ausbildung Anwendung. Schulungsunternehmen sollten daher Rechtssicherheit und kompetente Beratung erhalten.

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